Workshop-Angebote

Erfahrungsorientiert, kontrovers und aktivierend – das sind die Workshops, die vom LBE im Projekt „Engagement stärken. Haltung zeigen.“ selbst entwickelt wurden. Die jeweils dreistündigen Workshops stehen Ehrenamtlichen, Freiwilligengruppen und Vereinen überall in Bayern kostenfrei zur Verfügung. Die Angebote leben von der aktiven Beteiligung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Drei Workshops stehen zur Auswahl. Sie bauen aufeinander auf und werden idealerweise nacheinander besucht. Sie können aber auch einzeln besucht werden.

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Work shop

Vielfalt Vorurteile Rassismus

Zusammenhänge erkennen!

Die Ablehnung gegenüber Zugewanderten, Fremden und „Anderen“ nimmt in der Gesellschaft wieder mehr Raum ein. Unterscheidungen in „Wir“ und „Andere“ oder „normal“ und „fremd“ bilden eine Grundlage für Vorurteile, Ausgrenzung und Diskriminierung. Alte und neue Formen von Rassismus richten sich gegen Minderheiten mit unterschiedlicher ethnischer, sozialer, kultureller Herkunft, sexueller, religiöser Orientierung und andere Gruppen.

Der Workshop bietet den Teilnehmenden Raum, ihre persönlichen Erfahrungen und die eigene Verstrickung mit Rassismus zu reflektieren. Das Ziel ist die Entwicklung und Stärkung eines rassismuskritisches Bewusstseins, um gesellschaftlich verankerte Denkmuster und Praktiken von Abwertung zu erkennen und Handlungsmöglichkeiten für das eigene Engagement und den Alltag daraus abzuleiten.

Mit Hilfe von unterschiedlichen Methoden werden die Teilnehmer_innen im Workshop zum Austausch und zum Nachdenken angeregt.

Hier finden sie aktuelle Workshop-Termine in ihrer Region.

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Work shop

Verschieden, aber gleichwertig

Haltung finden!

Vegetarisch oder Fleischverzehr, muslimisch, christlich, atheistisch, konservativ-progressiv, alleinerziehend, verheiratet, wilde Ehe, homo oder hetero, ohne Berufsabschluss oder Uniabsolvent_innen, zugewandert, in Bayern geboren – die Gesellschaft ist vielfältig.

Im Mittelpunkt des Workshops steht die Frage, mit welcher Haltung wir dieser Diversität begegnen. Ausgehend von den verschiedenen Facetten der eigenen Identität reflektieren die Teilnehmenden die gesellschaftliche Bedeutung von Unterschieden und damit verknüpfte Machtpositionen. Die Teilnehmenden erarbeiten gemeinsam, wie sie im Umgang mit Vielfalt eine Haltung der Gleichwertigkeit praktizieren können ohne Grundwerte in Frage zu stellen.

Mit Simulationen und biografischen Methoden setzt der Workshop auf die Reflexion eigener Erfahrungen und die Stärkung des Diversitätsbewusstseins.

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Work shop

Selbst-Bewusst und couragiert

Haltung zeigen!

Das Spektrum von diskriminierenden Vorurteilen, Beleidigungen und Anfeindungen gegen Minderheiten und Engagierte ist sehr vielfältig. Eine pauschale Lösung zum Umgang mit Parolen ist deshalb schwierig. Im Workshop werden Handlungsoptionen getestet und verschiedene Alternativen diskutiert. Dazu gehören konkrete Argumentationsstrategien für die Diskussion, Kommunikationstechniken, aber auch Instrumente und Signale, die anzeigen, dass man dem Gesprächspartner nicht zustimmt, rote Linien überschritten sind und man die Unterhaltung beenden will.

Es geht im Workshop nicht darum, Argumente oder Zahlen auswendig zu lernen, um jemand anderen zu überzeugen. Es geht vielmehr um die Reflexion und Zerlegung abwertender und rassistischer „Argumentationsweisen“ und darum, eigene Antworten zu finden und diese authentisch zu vertreten.

Angesichts von Vorurteilen, die in der Gesellschaft weit verbreitet sind, kann man Zivilcourage besser zeigen, wenn man weiß, wie:

  • Vorurteile und Menschenfeindlichkeit auch in der Mitte der Gesellschaft verankert sind.
  • sich Vorbehalte gegenüber Anderssein ausdrücken und auswirken.
  • ich souverän meine Haltung bewahre und mich mit meinen Überzeugungen wohlfühle.
  • ich zielsicher verbalen Angriffen entgegenwirke.
  • ich couragiert und sicher handeln kann, wenn sich Diskriminierung vor meinen Augen ereignet.

Auch Workshop 3 ist nicht als Vortragveranstaltung gedacht, sondern setzt auf interaktive Methoden u. a. ein Rollenspiel, um die Inhalte praktisch und erfahrungsorientiert zu vermitteln.

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